Mediation kann man lernen

Grundlagenkurs (120 Unterrichtseinheiten) für Führungskräfte, Trainer und Berater

Einsichten und methodische Fähigkeiten in konstruktive Verfahren, um Konflikte zu lösen, gewinnen immer mehr Bedeutung. Die Mediation basiert auf der Wertschätzung der Menschen und stärkt ihre Eigenverantwortung, Konflikte im beruflichen Alltag und im Privatleben zu bewältigen. Mediation wird zunehmend zu einer Säule des demokratischen Rechtsstaates, weil sie menschlich, sozial und ökonomisch sinnvoll ist.

Der Grundlagenkurs richtet sich an Entscheider auf unterschiedlichen Ebenen im betrieblichen Arbeitsleben. Er berücksichtigt die Hintergründe der Lebenserfahrungen. Er konzentriert sich auf Konfliktmuster, die vor allem in  interkulturellen Strukturen der Gesellschaft sichtbar werden..

Das Curriculum des Grundkurses verbindet Sachwissen zu den wichtigsten Komponenten der Konfliktentstehung und der Konflikteskalation mit Reflexionswissen über die Rolle des Mediators in den Konfliktsituationen. Neben der Vermittlung der Grundlagen, der Methoden und der Anwendung der Mediation soll auf diese Weise die Konfliktfähigkeit von Menschen gestärkt werden, die gelernt haben, das eigene Konfliktverhalten zu reflektieren. Die Grundlagen der Kommunikationspsychologie werden zielorientiert vermittelt, wobei die Lehren der gewaltfreien Kommunikation nach M.B. Rosenberg im Mittelpunkt stehen. Auf dem Hintergrund der multiethnischen Gesellschaft in Deutschland werden die Prozesse untersucht, wie Vorurteile entstehen und wie sie erkannt und reflektiert werden können. Für die praktische Mediation wird gelernt, mit Emotionen umzugehen und Gesprächs- und Interventionstechniken gezielt einzusetzen.

Das Curriculum enthält als Unterrichtseinheiten folgende Module:

Scheidungsmediation:

Unabhängig von gerichtlichen Verfahren sind einvernehmliche Lösungen Gewinn bringend und entlasten die Beziehungskrise. Unter anderem können erhebliche Kosten gespart werden.

 

Paarmediation:

Ich bin überzeugt, dass Kommunikationsstörungen massgeblich die Paarbeziehung beinträchtigen können. Dagegen kann das Entdecken verborgener Konfliktlösungsressourcen und emotionaler Bedürfnisse  zu einem tieferen Konsensbewusstsein und zu einem besseren Verständnis für einander beitragen.

 

Mediation in interkulturellen Kontexten
(Empowerment und Diversity):

Ich verstehe darunter Konfliktlösungen zwischen einzelnen Personen oder Gruppen, soweit die Ursache von Konflikten in den Unterschieden von Lebenswelten der Menschen liegen und eine Vermittlung von Multi-Perspektiven  notwendig ist (Nachbarschaftskonflikte, Konflikte im Stadtteil).

 

Schulmediation:

Objektive und subjektiv empfundene Diskriminierungen führen zu persönlichen bis zu strukturellen Konflikten (Eltern-Lehrer, Lehrer-Schüler, Schüler-Schüler). Verhaltensweisen können bewusst gemacht, gemeinsame Regeln erarbeitet werden.

 

Wirtschaftsmediation:

Ich konzentriere mich auf Konflikte im Arbeitsleben (Arbeitgeber-Arbeitnehmer, Kollegen). Innerbetriebliche Konflikte können durch eine bessere Kommunikation zur beiderseitigen Zufriedenheit gelöst werden.